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Scripts zur Anpassung der IP Adresse im Nameserver

Betrieb der eigenen Domäne an einem DSL Anschluß mit dynamischer IP Adresse

Die eigene IP Adresse bekannt geben

Nachdem es erfolgreich gelungen ist, die eigene Domäne bei einem Dienst wie dyndns.org zu hinterlegen, kann man über das Internet auf diesen Diensten jeweils die aktuelle IP Adresse für die Domäne bzw. den Rechner hinterlegen.

Das wird logischerweise etwas mühsam auf die Dauer, wenn man das alle sechs Stunden machen will. Wenn man es vergisst, ist der eigene Rechner nicht mehr erreichbar bzw., wird über die eigene Domäne ein ganz anderer Rechner angesprochen, der gerade zufällig diese IP Adresse bekommen hat.

Automatisierung

Es klingt mehr als logisch, das man diesen Vorgang automatisieren kann. Dazu ist eine zusätzliche Software erforderlich. Im Falle dyndns.org hat sich "ddclient" bewährt, der auch einige andere Dienste bedienen kann. Weitere Clients gibt es z.B. unter http://clients.dyndns.org/unix.php mit kurzer Erläuterung. Erwähnt sei hier nur noch, dass die beschriebenen Verfahren alle für Linux gelten und der Autor leise Zweifel hegt, ob es mit einem Windows System so einfach und zuverlässig funktioniert wie hier beschrieben.

Der gewählte Client wird nun im ip-up Script der DSL Verbindung des Linux Rechners aufgerufen. Dabei bekommt er die dem Interface übergebene IP Adresse direkt mitgeteilt oder aber ermittelt diese über das entsprechend bekanntgemachte Interface selbst (ppp0, ppp1, etc.)

Das Ganze sieht dann z.B. so aus:

#!/bin/sh
exec >/dev/null
exec 2>/dev/null

modprobe ip_nat_ftp

/usr/bin/logger -t "ip-up: " -p auth.info $*

interface="$1"
provider="$6"

if [ "$interface" = "ppp0" ]
then
	# Firewall und Paketfilter sowie Portredirects etc. aktivieren
        /usr/sbin/iptables -t nat -A POSTROUTING -o $interface -j MASQUERADE
        /sbin/ifconfig $interface mtu 1490
        /usr/sbin/iptables -I FORWARD -p tcp --tcp-flags SYN,RST SYN -j TCPMSS --clamp-mss-to-pmtu
        /usr/sbin/iptables -t nat -I PREROUTING -i ppp0 -j LOG
fi

# propagate IP Adress to public DNS
# see /etc/ddclient.conf
/usr/sbin/ddclient -daemon=0 -syslog -use=if -if=$interface 

exit 0  
  

Das ip-up script wird jedes Mal aufgerufen, wenn ein erfolgreicher Verbindungsaufbau stattgefunden hat. In diesem Falle wird die neue IP Adresse sofort bekannt gegeben und ist aufgrund der spezifischen Einstellungen dieser DNS Server auch sofort im gesamten Internet bekannt.

Präventionen

Leider gibt es Situationen, wo der Verbindungsaufbau klappt, nicht aber die Bekanntgabe der IP Adresse selber. Um nun zu verhindern, dass längere Zeit eine ungültige IP Adresse in den DNS Servern hinterlegt bleibt, kann man sicherheitshalber zusätzlich alle eine oder halbe Stunde die Adresse erneut propagieren. Dabei sollte in jedem Falle ein Client verwendet werden, der die Versuche zur Neuanmeldung einer IP Adresse selber cached und kontrolliert. Ist dies nicht der Fall, kann der Dienst die eigene Domäne wegen "DNS-Abuse" sperren. ddclient z.B. kontrolliert die Anmeldeversuche und cached die Ergebnisse zwischen, ist also "abuse-fest".

Man kann also zusätzlich noch einen Eintrag in der crontab hinterlegen in der Art:

# Fall back IP setter
*/30 * * * * /usr/sbin/ddclient -daemon=0  -use=if -if=ppp0 -v >>/var/log/ddclient 2>&1

Fazit

Dank der relativ ausgereiften Technik der Anbieter wie dyndns.org sowie der Clients wie ddclient und der Zuverlässigkeit der DSL Verbindungen im allgemeinen ist es relativ leicht und sicher, seine eigene Website und seinen eigenen Mailserver unter seiner Lieblingsdomäne am eigenen DSL Anschluß zu betreiben. Nach nunmehr fast einem Jahr Betrieb in der geschilderten Konfiguration und Betrieb eines eigenen sendmail servers sowie dieser Website sind keine nennenswerten Probleme aufgetreten.

Ein letztes, leider unlösbares Problem ...

... bleibt der reverse-lookup. Die eigene Domäne www.meineDomäne.de wird zwar auf diese Art und Weise sauber und zuverlässig auf den eigenen Rechner aufgelöst. Fragt man aber die so ermittelte IP Adresse wiederum ab (revers-lookup), kommt dabei leider wieder sowas wie pD9E887AB.dip0.t-ipconnect.de heraus. Dies ist prinzipbedingt und kann leider nicht gelöst werden. Seit Neuestem benutzen einige Suchmaschinen reverse-lookups, um festzustellen ob es sich bei neu eingetragenen Websites um ordnungsgemäße Domänen handelt oder nicht. Auf deren Dienste muss man dann leider verzichten...

[Letzte Änderung: 29.12.2002 21:21:48 ]
 
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