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Das isdn4linux Paket und ipppd

Das isdn4linux Paket enthält alle notwendigen Tools, um eine Verbindung zum Provider aufzubauen.

Das isdn4linux Paket hatte ich schon bereits eingangs erwähnt. Wird es korrekt installiert enthält es die folgenden wesentlichen Tools, die zum Aufbau einer Verbindung erforderlich sind:

Technische Detailinfos zu diesem Paket gibt es unter www.isdn4linux.de. Dort gibt es alle Sourcen in der neuseten Version sowie aktualisierte Linklisten.

ipppd
Der ipppd wird immer dann gestartet, wenn ein Einwahlversuch über isdn erfolgt. Er ist für die Authentifizierung beim Provider verantwortlich. Dazu benötigt er eine Reihe von Konfigurationsdateien.
isdnctrl
Das ist das wichtigste Tool, damit wird die Schnittstelle eingerichtet. Hiermit wird im wesentlichen die Nummer der Gegenstelle definiert und einige Netzwerkparamter festgelegt. Ebenso startet man hiermit die eigentliche Einwahl.
ifconfig
Gehört nicht zum isdn4linux Paket, ist aber notwendig, wenn man das Netzwerk Interface selber festlegen bzw. parametrieren will.
ipfwadm / ipchains
Diese beiden stellen das Userinterface zu einem Paketfilter im Kernel dar. Klartext: hiermit kann ich einen rudimentären Firewall zum Schutz meines internen Netzes aufbauen und das sogenannte Masquerading starten oder abfragen.

Ich möchte die einzelnen Tools nicht beschreiben, da es haufenweise detaillierte Infos im Netz gibt. Insbesondere in Deutsch zu empfehlen:
http://www.franken.de/users/klaus/DE-ISDN-HOWTO/html/DE-ISDN-HOWTO.html

Nichts desto trotz stellt sich für den Anwender eigentlich immer die Frage "Wozu der ganze Kram, kann ich nicht einfach einen Knopf haben, mit dem der Provider angewählt wird?". Kann er, hier ist das Zusammenspiel der einzelnen Hardware und Netzwerk Ebenen:

Schaubild

Wie ist nun der Ablauf?

Nach Start des Treibers wird mittels isdnctrl ein ISDN Interface kofiguriert. Dabei wird dem Interface folgende Einstellung gegeben:

isdnctrl addphone /dev/ippp0 out 1234567

Zielnummer des Providers setzen

isdnctrl eaz /dev/ippp0 987654

eigene MSN setzen

isdnctrl l2_prot /dev/ippp0 hdlc

Protokolleinstellung für Layer 2

isdnctrl l3_prot /dev/ippp0 trans

unbenutzt / default

isdnctrl encap /dev/ippp0 sync_ppp

Protokolleinstellung PPP

isdnctrl huptimeout /dev/ippp0 160

Zeitraum der Inaktivität, nach dem aufgelegt wird

isdnctrl chargehup /dev/ippp0 on

Auflegen vor dem nächsten Gebührenimpuls erzwingen

isdnctrl secure /dev/ippp0 $_SECURE

Einwahl nur für bekannte Telefonnumern

isdnctrl dialmax /dev/ippp0 5

Maximal 5 Einwahlversuche

Jetzt wird auf dem Interface eine Netzwerkschnittstelle konfiguriert:

/sbin/ifconfig /dev/ippp0 arp broadcast   255.255.255.255 pointopoint 0.0.0.0

Festlegen der Schnittstellenparameter

/sbin/ifconfig /dev/ippp0 up

Netzwerkschnittstelle hochfahren

Nun starten wir den ipppd. Dieser Dienst benötigt eine Reihe von Informationen, die am besten hier nachgelesen werden können, ebenso wie die pap bzw chap Authentifizierung.

Wird nun mit

isdnctrl dial ippp0

Der Wählvorgang gestartet, sollte nach einigen Sekunden die Verbindung stehen.

Der ipppd sorgt nun dafür, daß das bekanntgegebene Interface die vom Provider vergebene IP Adresse bekommt und trägt di Default Route ein. Dafür muß er über eine Konfigurationsdatei parametriert werden, die im Folgenden beschrieben wird.

[Letzte Änderung: 22.12.2002 00:53:21 ]
 
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