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Inhaltsverzeichnis
Höhenkirchen-Siegertsbrunn hat ein eigenes Wasserwerk. Dieses kleine Wasserwerk
versorgt die gesamte Gemeinde aus zwei Brunnen. Das Wasserwerk ist im Pechlerholz. Wenn
man die Miesbacher Str. aus Höhenkirchen herausfährt und gleich den ersten Waldweg (hier
beginnt der Wald auf der linken Seite) hineinfährt, sieht man am Waldrand hinten das
Wasserwerk. Die Brunnen sind weiter rechts im Wald. Das Wasserwerk findet man im Ortsplan in
den Quadraten C7/D7.
[Weiterführende
Hyperlinks zum Thema]
Unser Wasser ist im Wesentlichen durch folgende chemischen Werte gekennzeichnet:
Die nachfolgenden Erklärungen der einzelnen Werte dieser Tabelle können in der sog. Trinkwasserverordnung
nachgelesen werden. Dort sind auch die höchstzulässigen Grenzwerte (von denen wir
meilenweit entfernt sind) aufgeführt.
Säuregehalt des Wassers. Ein Wert von 7,0 gibt an, das es sich um
"neutrales", also weder saures noch basisches Wasser handelt. Werte kleiner 7,0
geben saures, Werte größer 7,0 geben basisches (alkalisches) Wasser an.
Der Grad der "Verkalkung" von Wasser wird in "deutscher Härte"
angegeben. Dabei ist die "deutsche Härte" eine dimensionslose Verhältniszahl
(wie z.B. "cw-Wert", Luftwiderstandsbeiwert). Wer's genauer wissen will, schaue
unter "DIN 38409 H6, Die Härte eines Wassers" nach (leider
ist diese DIN Vorschrift nicht kostenfrei im Internet verfügbar. Wer Sie findet, gebe mir Bescheid). Unter Gesamthärte versteht man die
Summe der Einzelhärten an Calcium-, Magnesium-, Strontium- und Bariumionen berechnet als
Calciumoxid/l. Dabei entspricht 1 °dH ~ 10 mg Calciumoxid pro Liter. Hartes Wasser führt
zu hohem Seifenverbrauch, zu Gewebeschädigung durch Ablagerungen, zu Kesselstein an
Wasserheizspiralen, in Boilern etc. Vermutet wird ein Zusammenhang zu
Herz-Kreislauf-Krankheiten (höhere Sterblichkeit bei weichem Wasser). Wasserenthärter
tauschen alle härtebildenden Ionen gegen Natrium aus, die fehlenden Ionen (Ca, Mg)
müssen dann durch die Nahrung oder Tabletten ausgeglichen werden. Ideal nach heutigen
Erkenntnissen ist eine mittlere Härte von 8 - 18 °dH. Unter Carbonathärte versteht man
die Einzelhärte von Calcium berechnet als Calciumoxid. Die Differenz zwischen
Gesamthärte und Carbonathärte zeigt restliche Menge an Magnesium, Strontium und Barium
an.
Seit 1986 sollte die Härte eigentlich im mmol/L (millimol pro Liter) angegeben werden,
aber irgendwie scheint sich das nicht durchzusetzen.
Die Skala der deutschen Härte wird in mehrere Kategorien eingeteilt, um es z.B.
Geräteherstellern einfacher zu machen, ihre Geräte anpassbar zu gestalten:
| Härtebereich |
mmol |
°dH |
| 1 |
bis 1,3 |
0 - 7 |
| 2 |
1,3 - 2,5 |
7 - 14 |
| 3 |
2,5 - 3,8 |
14 - 21 |
| 4 |
über 3,8 |
über 21 |
nach TrinkwasserVO |
Tatsächlich sind diese Wertebereiche im sog. Waschmittelgesetz festgelegt und im
werden Rahmen der Trinkwasserverordnung von den Wasserwerken veröffentlicht.
Nitrate können aus Düngerausschwemmungen, Kläranlagen etc. stammen. Die eigentliche
Toxizität von Nitrat ist relativ gering. Mit dem Trinkwasser aufgenommenes Nitrat kann im
Körper aber von reduzierenden Bakterien zum Nitrit umgewandelt werden. Nitrit in höheren
Konzentrationen führt z.B. zur Blausucht bei Säuglingen, da das Nitrit anstelle von
Sauerstoff in den roten Blutkörperchen gebunden wird. Der gesetzliche Grenzwert liegt bei
50 mg/Ltr.
Die Trübung wird indirekt durch den Brechungsindex gemessen und gibt den Gehalt an
Schwebstoffen im Wasser an.
gute weiterführende Informationen zu diesem Thema findet man u.A. hier:
Der wichtigste Tipp allemal heißt "Wasser sparen". Wo man am effizientesten
sparen kann, kann man dieser Grafik entnehmen!
Schadet kalkhaltiges Wasser?
Normales Leitungswasser - falls es nicht über 20 °dH (deutsche Härte) aufweist und
nicht zu kalt ist - schadet den meisten Pflanzen keineswegs. Allerdings gibt es auch
Ausnahmen. Auf kalkhaltiges Wasser reagieren z.B. alle Rhododendren, Erika- und
Myrtengewächse sowie Hortensien sehr empfindlich. Zum Gießen solcher Pflanzen benutzt
man enthärtetes Wasser. Entweder gibt man nach Vorschrift ein Enthärtungsmittel
(Fachhandel) ins Wasser, oder man benutzt Regenwasser aus der Tonne. Wasser läßt sich
leicht auch selbst enthärten, indem man über Nacht einen mit einem Liter Torf oder
Rindenmulch gefüllten Beutel (Orangennetz) in einen Eimer mit zehn Litern Wasser hängt.
Den Inhalt des Säckchens nach zwei, drei Anwendungen erneuern.
(Aus http://www.gartenforum.de/rat/wasser.htm)
Schutz der Geräte vor Kalk
In vielen Haushaltsgeräten schadet der sich ablagernde Kalk dem Material und reduziert
die Lebensdauer der Geräte drastisch. Waschmaschinen und Spülmaschinen sind heute durch die modernen
Reiniger und Salz geschützt. Das Salz wirkt als Ionentauscher und bindet den Kalk, der dann ausfällt.
Aber was tut man mit Bügeleisen, Kaffeemaschinen und so weiter?
Hier sei anzumerken, dass es natürlich Entkalkungsmethoden gibt, die die Geräte vom
Kalk befreien
können, wenn dieser sich so stark abgelagert hat, das die Funktion beeinträchtigt ist.
Zu beachten ist bei den üblichen Methoden aber folgendes:
Entkalker
Haushaltsgeräte Entkalker greifen Zinkspritzguss an. Diese banal erscheinende Erkenntnis ist für alle
Espressomaschinenbesitzer wissenswert, denn das einzig teure Teil darin ist der Druckbehälter mit der Heizung -
und der ist aus Zinkspritzguss (in der Regel). Ist der erst mal kaputt, kann man den
verbleibenden Plastikabfall
entsorgen, Reparieren ist unwirtschaftlich. Also: Kein Haushaltsentkalker in Geräte aus
Zinkspritzguss (Espressomaschinen,
Bügeleisen, ...)
Essig
Dieses "natürliche" (ich weiß nicht wo in freier Natur Essig vorkommt, unterirdische
Essiglager ? ...) Entkalkungsmittel
greift Plastik an. Dieses wird spröde und brüchig, weshalb er für alle Geräte die mit heißem Wasser
arbeiten (siehe oben)
auch nicht geeignet ist. Perlatoren, Brauseköpfe etc. gehen aber gut damit zu reinigen.
Alternativen
Die Alternative zum Entkalken ist Vorsorgen, dass sich kein Kalk ablagert. Bewährt haben sich Ionentauscher
mit denen man das Wasser vorher aufbereitet. Marken sind da BRITA Wasserfilter
(und nicht BRITTA Wasserfilter ;-) unter anderem.
Damit kann man verhindern, daß sich in den Geräten überhaupt Kalk ablagert und
außerdem schmeckt Kafee und Tee
ohne Kalk auch besser. Diese Geräte sind aber auch nicht unumstritten, siehe Lebenselixier Trinkwasser.
Und wie schütze ich mich?
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