Wasser-Infos

Informationen zum Höhenkirchen-Siegertsbrunner Wasser

Informationen zum Wasser in Höhenkirchen-Siegertsbrunn: Wo kommt unser Wasser her, welche Güte hat es und was muß ich im Haushalt beachten.

Blubber

InhaltsverzeichnisFrosch


Herkunft unseres Wassers

Höhenkirchen-Siegertsbrunn hat ein eigenes Wasserwerk. Dieses kleine Wasserwerk versorgt die gesamte Gemeinde aus zwei Brunnen. Das Wasserwerk ist im Pechlerholz. Wenn man die Miesbacher Str. aus Höhenkirchen herausfährt und gleich den ersten Waldweg (hier beginnt der Wald auf der linken Seite) hineinfährt, sieht man am Waldrand hinten das Wasserwerk. Die Brunnen sind weiter rechts im Wald. Das Wasserwerk findet man im Ortsplan in den Quadraten C7/D7.


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Chemische Werte

[Weiterführende Hyperlinks zum Thema]
Unser Wasser ist im Wesentlichen durch folgende chemischen Werte gekennzeichnet:Blasen

Wert Wertebereich
ph-Wert 7,3 - 7,4
Härte
(Calcium und Magnesium)
17,4 °dH
Härtebereich
(für die Geräte)
3
Nitratgehalt 20 mg/l
Trübung Keine Trübung

(Stand September 1999)

Die nachfolgenden Erklärungen der einzelnen Werte dieser Tabelle können in der sog. Trinkwasserverordnung nachgelesen werden. Dort sind auch die höchstzulässigen Grenzwerte (von denen wir meilenweit entfernt sind) aufgeführt.

ph Wert

Säuregehalt des Wassers. Ein Wert von 7,0 gibt an, das es sich um "neutrales", also weder saures noch basisches Wasser handelt. Werte kleiner 7,0 geben saures, Werte größer 7,0 geben basisches (alkalisches) Wasser an.

Deutsche Härte

Der Grad der "Verkalkung" von Wasser wird in "deutscher Härte" angegeben. Dabei ist die "deutsche Härte" eine dimensionslose Verhältniszahl (wie z.B. "cw-Wert", Luftwiderstandsbeiwert). Wer's genauer wissen will, schaue unter "DIN 38409 H6, Die Härte eines Wassers" nach (leider ist diese DIN Vorschrift nicht kostenfrei im Internet verfügbar. Wer Sie findet, gebe mir Bescheid). Unter Gesamthärte versteht man die Summe der Einzelhärten an Calcium-, Magnesium-, Strontium- und Bariumionen berechnet als Calciumoxid/l. Dabei entspricht 1 °dH ~ 10 mg Calciumoxid pro Liter. Hartes Wasser führt zu hohem Seifenverbrauch, zu Gewebeschädigung durch Ablagerungen, zu Kesselstein an Wasserheizspiralen, in Boilern etc. Vermutet wird ein Zusammenhang zu Herz-Kreislauf-Krankheiten (höhere Sterblichkeit bei weichem Wasser). Wasserenthärter tauschen alle  härtebildenden Ionen gegen Natrium aus, die fehlenden Ionen (Ca, Mg) müssen dann durch die Nahrung oder Tabletten ausgeglichen werden. Ideal nach heutigen Erkenntnissen ist eine mittlere Härte von 8 - 18 °dH. Unter Carbonathärte versteht man die Einzelhärte von Calcium berechnet als Calciumoxid. Die Differenz zwischen Gesamthärte und Carbonathärte zeigt restliche Menge an Magnesium, Strontium und Barium an.
Seit 1986 sollte die Härte eigentlich im mmol/L (millimol pro Liter) angegeben werden, aber irgendwie scheint sich das nicht durchzusetzen.

Härtebereich

Die Skala der deutschen Härte wird in mehrere Kategorien eingeteilt, um es z.B. Geräteherstellern einfacher zu machen, ihre Geräte anpassbar zu gestalten:Blasen

Härtebereich mmol °dH
1 bis 1,3 0 - 7
2 1,3 - 2,5 7 - 14
3 2,5 - 3,8 14 - 21
4 über 3,8 über 21

nach TrinkwasserVO

Tatsächlich sind diese Wertebereiche im sog. Waschmittelgesetz festgelegt und im werden Rahmen der Trinkwasserverordnung von den Wasserwerken veröffentlicht.

Nitratgehalt

Nitrate können aus Düngerausschwemmungen, Kläranlagen etc. stammen. Die eigentliche Toxizität von Nitrat ist relativ gering. Mit dem Trinkwasser aufgenommenes Nitrat kann im Körper aber von reduzierenden Bakterien zum Nitrit umgewandelt werden. Nitrit in höheren Konzentrationen führt z.B. zur Blausucht bei Säuglingen, da das Nitrit anstelle von Sauerstoff in den roten Blutkörperchen gebunden wird. Der gesetzliche Grenzwert liegt bei 50 mg/Ltr.

Trübung

Die Trübung wird indirekt durch den Brechungsindex gemessen und gibt den Gehalt an Schwebstoffen im Wasser an.

Links zu diesem Thema

gute weiterführende Informationen zu diesem Thema findet man u.A. hier:


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Verbrauchertipps

Der wichtigste Tipp allemal heißt "Wasser sparen". Wo man am effizientesten sparen kann, kann man dieser GrafikFüße waschen? Reine Wasserverschwendung... entnehmen!

Schadet kalkhaltiges Wasser?

Normales Leitungswasser - falls es nicht über 20 °dH (deutsche Härte) aufweist und nicht zu kalt ist - schadet den meisten Pflanzen keineswegs. Allerdings gibt es auch Ausnahmen. Auf kalkhaltiges Wasser reagieren z.B. alle Rhododendren, Erika- und Myrtengewächse sowie Hortensien sehr empfindlich. Zum Gießen solcher Pflanzen benutzt man enthärtetes Wasser. Entweder gibt man nach Vorschrift ein Enthärtungsmittel (Fachhandel) ins Wasser, oder man benutzt Regenwasser aus der Tonne. Wasser läßt sich leicht auch selbst enthärten, indem man über Nacht einen mit einem Liter Torf oder Rindenmulch gefüllten Beutel (Orangennetz) in einen Eimer mit zehn Litern Wasser hängt. Den Inhalt des Säckchens nach zwei, drei Anwendungen erneuern.

(Aus http://www.gartenforum.de/rat/wasser.htm)

Schutz der Geräte vor Kalk

In vielen Haushaltsgeräten schadet der sich ablagernde Kalk dem Material und reduziert die Lebensdauer der Geräte drastisch. Waschmaschinen und Spülmaschinen sind heute durch die modernen Reiniger und Salz geschützt. Das Salz wirkt als Ionentauscher und bindet den Kalk, der dann ausfällt.
Aber was tut man mit Bügeleisen, Kaffeemaschinen und so weiter?
Hier sei anzumerken, dass es natürlich Entkalkungsmethoden gibt, die die Geräte vom Kalk befreien können, wenn dieser sich so stark abgelagert hat, das die Funktion beeinträchtigt ist.

Zu beachten ist bei den üblichen Methoden aber folgendes:

Entkalker
Haushaltsgeräte Entkalker greifen Zinkspritzguss an. Diese banal erscheinende Erkenntnis ist für alle Espressomaschinenbesitzer wissenswert, denn das einzig teure Teil darin ist der Druckbehälter mit der Heizung - und der ist aus Zinkspritzguss (in der Regel). Ist der erst mal kaputt, kann man den verbleibenden Plastikabfall entsorgen, Reparieren ist unwirtschaftlich. Also: Kein Haushaltsentkalker in Geräte aus Zinkspritzguss (Espressomaschinen, Bügeleisen, ...) 

Essig
Dieses "natürliche" (ich weiß nicht wo in freier Natur Essig vorkommt, unterirdische Essiglager ? ...) Entkalkungsmittel greift Plastik an. Dieses wird spröde und brüchig, weshalb er für alle Geräte die mit heißem Wasser arbeiten (siehe oben) auch nicht geeignet ist. Perlatoren, Brauseköpfe etc. gehen aber gut damit zu reinigen. 

Alternativen
Die Alternative zum Entkalken ist Vorsorgen, dass sich kein Kalk ablagert. Bewährt haben sich Ionentauscher mit denen man das Wasser vorher aufbereitet. Marken sind da BRITA Wasserfilter (und nicht BRITTA Wasserfilter ;-) unter anderem. Damit kann man verhindern, daß sich in den Geräten überhaupt Kalk ablagert und außerdem schmeckt Kafee und Tee ohne Kalk auch besser. Diese Geräte sind aber auch nicht unumstritten, siehe Lebenselixier Trinkwasser.

Und wie schütze ich mich?


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© 1999 - 2002 Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Axel Amthor, letzte Änderung: 05.01.2003 14:19:03